Chorus im Test

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Geht es euch wie mir? Vermisst ihr auch klassische Weltraumaction Marke Wing Commander, Descent oder FreeSpace? Electronic Arts hatte uns ja mit Star Wars Squadrons schon vor einiger Zeit ein knackiges Action-Game beschert, doch ansonsten sieht es an der Spielefront in der Richtung eher mau aus. Jedoch ich kann euch freudig berichten, dass mit Chrous von Deep Silver und Fishlabs uns ein weiterer Vertreter der Zunft ins Haus steht und was für einer!

Chorus-02Wir schlüpfen in die Rolle von Nara, einer Weltraumkriegerin, die einst einem Zirkel und dessen Propheten diente, der nichts Gutes im Sinn hatte. Sie hatte jedoch einen Sinneswandel und schlägt sich nun auf die Gegenseite, um den Zirkel und dessen Oberhaupt zu vernichten und selbstverständlich die gesamte Galaxie zu retten. Während die Story anfangs recht rudimentär erzählt wird, fügt sich das Bild nach und nach immer mehr zusammen. Und man erfährt schon bald mehr über die Protagonistin und ihr sprechendes Schiff Forsaken, das mich unweigerlich an KITT aus Knight Rider erinnert hat. 

Zu Beginn dürfen wir uns in einem kurzen Tutorial mit der Steuerung des Spiels vertraut machen, bevor es in die eigentliche Action geht. Diese geht erfreulicherweise bereits nach kurzer Zeit leicht von der Hand und lässt trotz Controller ein immersives Fluggefühl in der Schwerelosigkeit erleben. Dabei nutzt ihr den linken Stick zur Beschleunigung und den rechten zur Justierung des Blickwinkels. Auf die verschiedenen Tasten sind die jeweiligen Rituale festgelegt. Dies sind übersinnliche Fertigkeiten, die Nara im Laufe des Spiels erst in den Tempeln erlernen muss und mit diesen fühlen sich die ohnehin eh schon spektakulären Kämpfe noch einmal dynamischer und imposanter an.

So könnt ihr euch beispielsweise auf Knopfdruck direkt hinter den Gegner teleportieren, um diesen mit einem finalen Beschuss zu vernichten oder etwa die Elektronik des feindlichen Raumschiffs stören, so dass es hilflos durch das All treibt. Hier kann man auch die Möglichkeiten der detailreichen Umgebung nutzen. Nutzt ihr besagtes Ritual, um die Elektronik des Gegners zu stören, treibt er hilflos für einige Sekunden im All herum und zerschellt womöglich an einem Asteroiden. Zahlreiche Lichteffekte und Explosionen lassen die Kämpfe sehr dynamisch und spektakulär wirken, so dass man selbst bei zufällig erscheinenden Gegner seinen Spaß hat. Dies ist aber essentiell, da die Shootouts den Hauptteil des Spiels ausmachen.

Chorus-40Was mir besonders gefallen hat, ist die Tatsache, dass diese Kämpfe vor allem von ihrer Geschwindigkeit leben, deshalb ist euch anzuraten im Optionsmenü den Performance Modus zu aktivieren, um auf der PS5 bzw. Xbox Series X/S auch mit 60 FPS durch das All zu düsen, denn erst da entfaltet das Spiel sein volles Potential. Um die Kämpfe etwas variabler zu gestalten, verfügt man über drei verschiedene Waffensysteme, die auch je nach Gegnertyp gebraucht wird. Zum einen hat man eine Gatling montiert, mit der man Standardgegner aufs Korn nehmen kann. Sobald ein Feind aber über ein Schild verfügt, sollte man dieses mit Hilfe des Lasers deaktivieren, um danach Schaden zu machen. Hat ein Feind eine gelbe Lebensleiste, so hat er eine starke Panzerung und muss mit Raketen beschossen werden, um seine Panzerung zu durchbrechen. Die drei Waffentypen können einfach per Steuerkreuz gewechselt und im Laufe des Spiels in Hangars verbessert werden.

In besagten Stationen findet ihr nicht nur neue Waffen wieder, ihr könnt auch euer Schiff verbessern mit besserer Rüstung und verschiedenen Mods, die etwa euren Schaden vergrößern oder Effekte verlängern. Hier lohnt es sich durchaus, unterschiedliche Loadouts auszuprobieren, denn manche Waffen bringen mancherlei Effekte mit, die man so mit Mods noch etwas unterstützen kann. Dies ist bei den einfach zu erlernenden, aber durchaus fordernden Kämpfen vonnöten, den vor allem im späteren Spielverlauf dürft ihr nicht nur gegen schnelle Raumgleiter kämpfen, sondern auch größere Schlachtschiffe auseinandernehmen.

Dies ist besonders beeindruckend, da sie oft von Schilden geschützt werden, die erst deaktiviert werden müssen. So habt ihr die Aufgabe, Energiezellen am Schiff zu zerstören, die von Geschütztürmen verteidigt werden. Habt ihr die Energieschilde deaktiviert, könnt ihr euch bis zum Kern vorarbeiten, um diesen zu vernichten. Ist dieser vernichtet, müsst ihr schnell aus dem Koloss ausbrechen, ansonsten werdet ihr mit zerstört. Doch ihr müsst nicht verzagen, denn selbst wenn ihr sterbt, werdet ihr an einen der zahlreichen Checkpoints zurückgesetzt. Durch Anpassung des Schwierigkeitsgrads in drei Stufen, kann man seine persönliche Einstellung finden, damit das Spiel spannend, aber nicht frustrierend wird. Für die ganz Harten wurde auch ein Permadeath-Modus integriert, bei dem ihr selbstverständlich keine Rücksetzpunkte habt.

Chorus-42Abgesehen von den unzähligen Gefechten dürfen auch kleinere Rätsel nicht fehlen. Wie erwähnt erhaltet ihr in den verschiedenen Tempeln eure Kräfte, die so genannten Rituale. Um aus dem jeweiligen Tempel zu entfliehen, müsst ihr diese Kräfte einsetzen und lernt so gleich noch welche Vorteile diese Rituale euch bieten. Zusätzlich findet ihr in den fünf ungleichen Sonnensystemen, in die es euch verschlägt, zahlreiche Nebenmissionen, die erledigt werden wollen. Diese sind nicht zwingend erforderlich, aber es winken oft nützliche Mods oder Credits, um das Schiff aufzubessern.

Die Technik bei Chorus ist tadellos und im Performancemodus hat sich für mich ein grandioses Gameplay geboten. Der Qualitätsmodus fügt der schon opulenten Optik noch Raytracing hinzu, was aber zu Lasten der FPS geht. Meiner Meinung nach leidet aber so die Dynamik der Kämpfe etwas und das ist es, was Chorus so ausmacht. Jedenfalls ist es auch so mir oft genug passiert, dass ich erstmal stehen bleiben musst, um die Umgebungsgrafik zu genießen.

 

Michael meint:

Michael

Chorus ist ein Spiel für alle, die spannende Weltraumshootouts lieben und auf unkomplizierte Action stehen. Der Titel bietet mehr als genug Umfang, um etwa 20 Stunden lang zu unterhalten, und wer alle Nebenquests erledigt, der hat sogar noch etwas länger was davon. Die mitreißenden Kämpfe sind fordernd, aber stets fair und auch die Rücksetzpunkte sind fair gesetzt, falls ihr doch einmal abgeschossen werdet. Meiner Meinung nach könnte es ruhig viel mehr Games wie Chorus geben. Absoluter Kauftipp!

Positiv

  • unkomplizierte, imposante Action
  • Steuerung geht gut von der Hand
  • tolle grafische Präsentation

Negativ

  • Story eher nur Mittelmaß
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Forum
  • von Nognir:

    Genau. Ist eher ein Actiongame. Hatte meinen damaligen Stream auch auf YouTube veröffentlicht. Da kannst du ja mal reinschauen: ...

  • von Cormac:

    Weder noch, es ist ein ein kampforientiertes Spiel mit coolen Fähigkeiten.

  • von Darkshine:

    Ist das eher wie Colony Wars oder wie Elite: Dangerous?

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Chorus Daten
Genre Action
Spieleranzahl 1
Regionalcode Regionfree
Auflösung / Hertz 4K
Onlinefunktion -
Verfügbarkeit 2021-12-03 00:00:29
Vermarkter DeepSilver
Wertung 8.4
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