
It'se me, Mario..
Beim Springen sind wir schon beim Thema, denn die verschiedenen Sprungstile von Nintendos Vorzeigemaskottchen sind elementarer Inhalt dieses Jump and Runs. Und so hüpft Mario, wie in den 2D Vorgängern, über Plattformen, überspringt Abgründe, klettert auf Bäume, taucht umher oder gleitet Rampen hinab. Und so durchquert unser Held die unterschiedlichsten Level, manchmal auf dem Grund eines Sees, in Lavahöhlen, in Uhren, am Strand, in Grotten, in Eiswelten und etlichen anderen Schauplätzen, nur um die 8 Sterne jedes Levels zu ergattern und der Prinzessin ein Stückchen näher zu kommen.
Die 8 Sterne erhält man für die verschiedensten Aufgaben pro Level, mal muss man einen Zwischengegner besiegen, ein Monster befreien, einer Mutter ihr Kind zurückbringen, einen Wettlauf über das ganze Level gewinnen oder, wie in jedem Level, die 8 versteckten roten Münzen finden.
Natürlich gibt es auch versteckte Sterne im Schloss, die man nur durch Zufall findet. Zum Beispiel, kann man im Keller des Anwesens einen Hasen einfangen, welcher dir feierlich einen Stern überreicht oder man entdeckt eine versteckte Rutsche, die einem wiederum einen der 120 goldglänzenden Sterne einbringt. In den Level sind auch normale, nicht rote, Münzen verteilt, welche deine Energie wiederaufladen, wenn man Feindkontakte hatte. Findet man 100 Münzen in einem Level, so erhält man einen Zusatzstern. Gegner besiegt man im allgemeinen durch Sprung- und Schlagattacken oder man greift einen Gegner am Hinterteil und schleudert ihn durch die farbenfrohen Welten.

Zum Öffnen der Türen im Inneren benötigt ihr ausreichend Sterne..
Aber manchmal sind selbst die gelungensten Sprünge nicht lang genug um weit entfernte Ziele zu erreichen. Und auch hier stehen Mario kleine Hilfsmittel zu Verfügung. Seine Kappe, wird es nun in 4 verschiedenen Ausführungen geben: die normale, eine mit Flügeln, welche es Mario erlaubt kurze Zeit zu fliegen, eine Bleikappe, mit der Mario langsamer läuft, aber dafür locker an Böden von Seen entlang spazieren kann und eine Mütze, die Mario unsichtbar macht. Ferner, kann Mario sich per menschliche Kanonenkugel durch die Lüfte bewegen um weitentfernte Plattformen sicher zu erreichen oder er nutzt einen Schildkrötenpanzer um leicht und locker über Lavaseen zu gleiten.
Die Steuerung geht hierbei, wie im gesamten Spiel, großartig von der Hand. Der Bewegungen unseres Klempners wurden perfekt für den Analogstick umgesetzt und bescheren uns ein gelungenes Spielgefühl, bei dem man seinen Helden stets uneingeschränkt kontrollieren kann. Auch die Kamera passt sich gut an das Spielgeschehen an. Gelegentlich muss man noch mal nachjustieren, um einen noch besseren Überblick zu haben.

Unterwegs trifft Mario auf alte Bekannte wie diese Bob-ombs
Grafisch konnte Nintendos Vorzeigetitel auch voll und ganz überzeugen. Mit heutigen Standards kann man das Spiel jedoch nicht vergleichen. Schwache Texturen und einzelne Grafikfehler fallen auf, beeinflussen den großartigen Spielspass aber in keiner Weise, dafür versprüht die knuddlige Welt von Mario einfach viel zu viel Charme, welcher bei jung und Alt gleichermaßen ankommt.
Der Sound ist, wie aus den Vorgängern bekannt, recht gelungen und passt sich sehr gut dem Spielgeschehen an und gehen schnell ins Ohr. Auch nett sind die Animationen von Mario selbst, wie er gähnt und ächzt.
Mario 64 war mein erstes Spiel auf dem N64, und es gehört bisher zu meinen absoluten Lieblingsspielen. Es ist einfach Spielspass pur. Noch nie war es soo schön durch kunterbunte 3D Welten zu hüpfen und rennen. Mario ist und bleibt ein Must-Have für das N64 und darf in keiner Konsolensammlung fehlen. Durch die ausgezeichnete Spielbarkeit und Steuerung lohnt es auch heute noch, das Modul ins N64 zu stecken.